Metal Energy Hub

Breaking Lab berichtet über Eisenverbrennung

Science-YouTuber Jakob Beautemps zu Gast an der TU Darmstadt Breaking Lab berichtet über Eisenverbrennung Der Wissenschafts-YouTuber Jakob Beautemps vom Kanal „Breaking Lab“ war zu Gast an der TU Darmstadt und hat unsere aktuelle Forschung einem großen Publikum vorgestellt. In seinem Video „Energiewende mit Eisen: Dieser Kreislauf speichert massig Energie!“ präsentiert er die innovative Technologie der Eisenverbrennung als Energiespeicher und zeigt dabei eindrucksvoll die Experimente in der Pilotanlage. © Breaking Lab Vom Labor zum Millionenpublikum Jakob Beautemps, der als Doktorand an der Universität zu Köln zur Optimierung von Bildungsvideos auf YouTube forscht, besuchte bereits zum zweiten Mal die TU Darmstadt, um über die Fortschritte bei der Eisenspeicher-Technologie zu berichten. Sein erstes Video über Clean Circles aus dem Jahr 2024 hatte bereits große Aufmerksamkeit erregt. Beeindruckende Demonstrationen im Labor Bei seinem Besuch konnte Jakob Beautemps die Technologie hautnah erleben: Von der kleinskaligen Eisenverbrennung in einer Laborbrennkammer bis hin zur Führung in der semi-industriellen Pilotanlage. Schon bei der kleinen Anlage wurde die Energiefreisetzung eindrucksvoll spürbar: „Jetzt wird’s laut“, kommentierte Beautemps, „die Wärme ist wirklich extrem und das ist wirklich wie so ein Jet, der da rausgefeuert wird“. Marius Schmidt, Technologiemanager bei Clean Circles, führte den YouTuber durch die verschiedenen Anlagen und erläuterte die technischen Herausforderungen: „Man muss den Prozess hochskalieren, um damit herauszufinden welche neuen Herausforderungen sich ergeben“. Wissenschaftskommunikation auf höchstem Niveau Das Video von Breaking Lab, das bereits über 265.000 Aufrufe verzeichnet, zeigt eindrucksvoll, wie komplexe wissenschaftliche Inhalte für ein breites Publikum zugänglich gemacht werden können. Beautemps erklärt nicht nur die Grundlagen der Eisenverbrennung, sondern geht auch kritisch auf die Herausforderungen ein: „Natürlich kommt auch in diesem Video mein großes Aber, wo wir noch mal kritisch auf das Thema schauen“. Besonders beeindruckend sind die plastischen Vergleiche: „Ein durchschnittlicher Haushalt in Deutschland würde mit einer 1-Liter-Eisenflasche mehr als 8 Stunden Energie gestellt bekommen, während es bei 1 Liter Wasserstoff selbst auf 700 bar komprimiert nicht mal für eine Stunde reichen würde“. Blick in die Zukunft Im Video gibt Jakob Beautemps auch einen Ausblick auf die geplante Roadmap: „Wenn wir jetzt hier das auf ein Megawatt-Skala gezeigt haben, dann wäre der nächste Schritt mit dem Stadtwerk z.B. einen kleinen Stadtbezirk zu beheizen damit“. Diese Vision wird nun mit dem Metal Energy Hub und dem Projekt MEIKE Realität, welche die Forschungsarbeiten von Clean Circles fortsetzt. Der Wissenschafts-YouTuber zeigt sich beeindruckt von den Fortschritten: „Ich bin jedenfalls sehr gespannt, wie es weitergeht, ob sie die nötige Förderung bekommen können, um wie nach Plan in den nächsten Jahren ihre 1 Megawatt zu präsentieren“. Links & Weiterführende Informationen YouTube – Breaking Lab: Energiewende mit Eisen Metal Energy Hub MEIKE

Metal Energy Hub führt Clean Circles-Forschung fort

MEH-Neuigkeiten Metal Energy Hub führt Clean Circles-Forschung fort Das an der TU Darmstadt angesiedelte Metal Energy Hub (MEH) setzt die Arbeit des kürzlich abgeschlossenen Clusterprojekts Clean Circles fort und etabliert damit einen neuen Schwerpunkt im Bereich der metallbasierten Energiespeicherung. Mit einer Förderung von rund 3 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und dem Land Hessen wird das MEH als Technologie- und Transferzentrum die wissenschaftlichen Erkenntnisse von Clean Circles in die praktische Anwendung überführen. © TUDa/ Janik Hebel © MEH/ Marius Schmidt Von der Grundlagenforschung zum Technologietransfer Clean Circles, das von 2021 bis 2025 mit 5,7 Millionen Euro vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst gefördert wurde, legte den wissenschaftlichen Grundstein für die Nutzung von Metallen als CO2-freie Energieträger. Das interdisziplinäre Projekt erforschte systematisch, wie Eisen und andere Metalle in einem geschlossenen Kreislauf zur Speicherung erneuerbarer Energien eingesetzt werden können. „Clean Circles war der Grundstein für ein Ökosystem rund um Metalle als Energieträger an der TU Darmstadt, dem KIT und weiteren Partnern“, erklärt Prof. Christian Hasse, der sowohl Clean Circles leitete als auch das neue MEH koordiniert. Die Forschungsarbeiten haben das Potenzial und die Wettbewerbsfähigkeit von Metallen im Vergleich zu anderen Energieträgern wie Wasserstoff eindeutig belegt und eine solide Grundlage für den Wissens- und Technologietransfer geschaffen. Kontinuität durch bewährte Expertise Das Metal Energy Hub baut direkt auf den Erkenntnissen von Clean Circles auf, wobei die in dem Grundlagenforschungsprojekt entwickelten experimentellen Prüfstände und numerischen Methoden dem neuen Transferzentrum zur Verfügung stehen. Die wissenschaftliche Kontinuität zeigt sich auch in der personellen Besetzung: Neben Prof. Hasse als Gesamtkoordinator sind weitere Schlüsselfiguren aus Clean Circles wie Prof. Dreizler (Reaktive Strömungen und Messtechnik), Prof. Epple (Energiesysteme und Energietechnik) und Prof. Knodt (Politische Systembetrachtung) auch im MEH aktiv. Vom Labor zur industriellen Anwendung Während Clean Circles sich auf Technologiereifegrade (TRL) von 1-3 konzentrierte, zielt das MEH darauf ab, die Technologien zur Marktreife zu führen. Ein zentraler Baustein ist die geplante Demonstration einer stabilen Eisenflamme mit 1 MW thermischer Leistung in der bereits am Campus Lichtwiese vorhandenen semi-industriellen Brennkammer. Dr. Marius Schmidt, der das Technologiemanagement im MEH leitet, sieht großes Potenzial: „Im Eisenspeicher steckt viel Potenzial! Viele beim Wasserstoff noch ungeklärte Fragen sind hier bereits gelöst“. Das MEH wird als Plattform für den interdisziplinären Austausch zwischen Wissenschaft, Industrie und Politik fungieren und den systematischen Transfer von der Forschung in die praktische Anwendung gestalten. Internationale Vernetzung und Zukunftsperspektiven Die erfolgreiche internationale Positionierung der TU Darmstadt in diesem Gebiet zeigt sich in der 2024 ausgerichteten zweiten MeCRE-Konferenz (Metal-enabled Cycle of Renewable Energy) mit 160 Teilnehmern aus 19 Ländern. Diese internationale Aufmerksamkeit wird das MEH nutzen, um Metalle als Energiespeicher auf globaler Ebene zu etablieren. Neben der Vernetzung in Verbänden und der Entwicklung politischer Rahmenbedingungen soll das MEH nicht nur technische, sondern auch regulatorische Hürden überwinden. „Die ersten Umrüstungen von Kohlekraftwerken kommen ab 2030“, prognostiziert Prof. Hasse und unterstreicht damit die praktische Relevanz der Forschung. Das Metal Energy Hub stellt somit den konsequenten nächsten Schritt dar, um die in Clean Circles erarbeiteten wissenschaftlichen Durchbrüche in konkrete Lösungen für die Energiewende zu überführen und Metalle als komplementären Partner zu Wasserstoff im klimaneutralen Energiesystem der Zukunft zu etablieren. Links & Weiterführende Informationen Clean Circles Website News: Clean Circles zieht Bilanz EFRE-Programm der Europäischen Union Hessisches Ministerium für Wirtschaft